Stillen verursacht Karies? NEIN!

Viele Mütter werden von Zahnärzten zu Unrecht verunsichert, sie würden mit dem (nächtlichen) Stillen ihren Kindern/ den Zähnen schaden. Frühkindlicher Karies hat allerdings viele Ursachen, Stillen bzw. Muttermilch ist keine Ursache. In zahlreichen Studien wurde dies hinreichend belegt und dennoch schwirrt der Irrglaube umher.

 

 

Hier ein paar Fakten (aus der Facharbeit von Kathrin Plattner):

 

 

 

·         „Die Laktose ist ein Disaccharid, ein Zweifachzucker, die erst im Dünndarm in Glucose und Galaktose gespalten wird. Kariesbakterien sind deshalb nicht in der Lage, die Laktose als Energiequelle zu nutzen. Sie bevorzugen einfache Zucker wie Glucose und Fructose (Rungg-Gum, 1985 in: Benkert, 2005).

 

·         Solange die Zähne nur mit dem Zucker der Muttermilch konfrontiert werden, besteht keine Gefahr, dass Karies entstehen kann. Häufiges Stillen tagsüber und häufiges nächtliches Stillen nach Bedarf steigert die Karieshäufigkeit nicht (Weerheijm, 1998 in: Benkert, 2005).

 

·         Muttermilch ist eine „lebende Substanz“. Sie enthält lebende Zellen, die Bakterien bekämpfen, Enzyme, die Bakterien binden, sowie Immunglobuline, die ein schädliches Bakterienwachstum nicht zulassen (Link 3).

 

·         Laktoferrin kommt nur in der Muttermilch vor, bindet Eisen und entzieht somit den Bakterien ihre Wachstumsgrundlage. Die bakterielle Überwucherung mit pathogenen Erregern wird damit gehemmt und Eisen ist für das Baby besser verfügbar.

 

·         In einer experimentellen Studie von Erickson und Mazhari (1999) in Senay (2010) wurde die Rolle der Muttermilch in der Kariesentstehung untersucht. Dabei wurde an 18 ein- bis zweijährigen Kindern die Änderung des pH-Wertes nach einer fünfminütigen Fütterung untersucht. Zusätzlich wurde das Wachstum von Kariesbakterien in Muttermilch in vitro für drei Stunden beobachtet und Schmelz zwei Tage lang in Muttermilch gelagert. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Muttermilch im Vergleich zu Wasser keinen signifikanten pH-Abfall verursachte, außerdem wurde das Wachstum von Kariesbakterien nicht beeinflusst. Auch wurde sogar nach zwölfwöchiger Einlagerung in Muttermilch keine Demineralisierung im Schmelz beobachtet.

 

·         Die Autoren zogen aus ihrer Studie den Schluss, dass Muttermilch nicht kariogen ist.

 

·         Birkhed et al. (1993) in Senay (2010) kommentierten, dass Milch unter normalen Bedingungen nicht kariogen ist, dass jedoch bei Reduktion des Speichelflusses und der Pufferkapazität des Speichels, beispielsweise in der Schlafphase oder bei Vorliegen einer Xerostomie, die Kariesentstehung gefördert wird“. (Aus der Facharbeit „Muttermilch und frühkindliches Karies von Kathrin Plattner),

 

 

 

Liebe Mütter, wenn das jemand behauptet habe ich hier eine Links für euch zur Hand, die jeden Arzt vom Gegenteil überzeugen werden:

 

 

 

https://www.aerzteblatt.de/archiv/52158/Grundlagen-der-Kariesprophylaxe-bei-Kindern-Keine-Karies-durch-Stillen  oder https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=52158

 

 

 

http://www.stillen-institut.com/media/Facharbeit-Kathrin-Plattner.pdf

 

 

 

http://www.stillen-institut.com/de/zahngesundheit.html

 

 

 

https://www.tk.de/techniker/service/gesundheit-und-medizin/praevention-und-frueherkennung/zahnvorsorge/stillen-zahngesunde-ernaehrung-2015282

 

 

 

 

 

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