Das erste Anlegen

Du hast gerade dein Baby gerade geboren. Dein ganzer Körper zittert noch, du weinst vor Glück und dein Baby fängt plötzlich an sein Köpfchen leicht zu bewegen, stößt sich vielleicht mit den Beinen ab und sucht nach der Brust.

 

Etwa eine Stunde nach der Geburt findet ein Neugeborenes, mit Hilfe seiner angeborenen Reflexe, die mütterliche Brustwarze und beginnt selbständig daran zu saugen. Dieses instinktive Verhalten – auch als „Breast Crawl“ bekannt – ist aber nicht nur unmittelbar nach der Geburt zu beobachten, sondern bleibt über viele Wochen erhalten. Es wird ausgelöst, wenn das leicht hungrige Baby bäuchlings, mit dem Gesicht in der Nähe der Brüste, auf dem Oberkörper der Mutter liegt. Der dunkle Warzenhof ist für das Baby gut zu erkennen und die montgomeryschen Drüsen, geben einen spezifischen Duft ab, den das Baby erkennt.

 

Wichtig: Lege dich bequem hin oder lehn dich zurück, leg dein Baby direkt bäuchlings auf die nackte Haut (Kopf auf Höhe der Brüste) und warte ab. • Irgendwann wird das Baby sich zu den Brüsten hinbewegen und sich mit dem Gesicht eingraben. Spürt es die Brustwarze an der Wange so dreht es den Kopf dahin, hebt diesen an, öffnet den Mund und fängt an zu saugen.

 

DIESER MOMENT IST SO MAGISCH

 

Hat Dein Baby das auch gemacht? Wie hast du dich dabei gefühlt?


Lies hier in welchen Positionen du dein Baby noch stillen kannst:

Die Anlegepositionen

 

Wiegehaltung

 

· Man sollte beim Stillen immer bequem und gut gestützt sitzen.

· Das Baby sollte mit dem Bauch zur Mutter gedreht sein. Kopf und Körper sind eine Linie (kein verdrehen des Kopfes beim Anlegen).

· Der Kopf des Babys sollte frei beweglich sein und nicht festgehalten werden. Eine leichte Unterstützung ist evtl. nötig.

· Die Brust muss evtl. abgestützt werden. Dabei sollten die Finger keine Milchgänge abdrücken (C-Griff).

· Das Kind auf sollte auf der Höhe der Brust liegen damit man sich nicht runterbeugen muss.

 

Fußballhaltung

 

· Die Beine des Kindes liegen seitlich zum Rücken der Mutter gerichtet (hierbei kann ein Stillkissen hilfreich sein)

· Es wird quasi wie ein Fußball/Football unter den Arm geklemmt

· Das Kind muss dabei gestützt werden, damit es nicht runter rollt. Der Körper ist dabei zur Mutter gerichtet (Kopf und Körper bilden eine Linie)

· Der Kopf des Kindes ist frei beweglich

· Die Brust kann in dieser Position gut mit der Hand gestützt werden

· Viele verschiedene Anlegepositionen entleeren die Brust gleichmäßiger und entlasten die Brustwarzen.

 

 

Stillen im Liegen

 

· Das Stillen im Liegen ist sehr erholsam und bequem. Bei Kaiserschnitt oder einer schmerzenden Dammnaht ist diese Position am Wenigsten Schmerzhaft.

· Hierbei liegt man auf der Seite zum Baby hin zugewendet. Im Rücken kann man sich ein Stillkissen hinlegen und den Arm als Kopfstütze hernehmen (zusätzlich zum Kissen, wenn man möchte).

· Das Baby liegt parallel auf Höhe der Brust (auch seitlich zur Mutter zugewandt). Kann ebenso mit einem Kissen abgestützt werden.

· Sehr praktisch für das Familienbett.

· So können Mutter und Kind beim Stillen schlafen.

 

 

Laid- Back/ Rücklingsstillen

 

· Auch hier eine sehr bequeme Art des Stillens.

· Die Mutter lehnt sich halb aufrecht zurück oder auch ganz liegend hin.

· Das Kind wird bäuchlings oder quer auf dem Bauch der Mutter (ähnlich wie beim Breastcrawl) gelegt.

· Der Kopf des Babys liegt seitlich auf der Brust, muss evtl. gestützt werden.

· Diese Position ermöglicht es dem Baby intuitiv zu stillen und ist auch praktisch bei starkem MSR (so schießt die Milch nicht so stark in den Rachen).

· Wenn das Kind dann älter ist: Hoppereiter aufrechter sitzend auf dem Schoss.

 

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